Unser Geld, Prof. Dr. Hans-J. Stadermann, Berlin
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Der stabile Euro und seine Feinde

50 Euro (sauer)

Vorwort der Druckversion

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"Der stabile Euro und seine Feinde" ist im Juni 2014 bei Metropolis, Marburg erschienen.

Die sogenannte Eurokrise wird darin als Etappe eines seit dem Ersten Weltkrieg zwischen  Kontinentaleuropa und den Finanzzentren London und New York tobenden Finanzkrieges beschrieben.

 

ISBN 978-3-7316-1073-1

419 Seiten

29,80 Euro

 

metropolis-verlag Inhalt und Vorwort

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Kommentare

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  • Stadermann (Freitag, 19. Juni 2015 17:02)

    Thank you!

  • ripoffreport.com (Freitag, 19. Juni 2015 16:11)

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Auszug aus dem ersten Kapitel

Monetäre Stabilophobie

Das Wort Stabilität gibt der Standfestigkeit in der lateinischen Sprache einen Namen. Phobie steht für Befürchtung im Griechischen. Eine monetäre Stabilophobie ist demgemäß die Furcht vor der dem Geld eignen Standfestigkeit. Das scheint ein merkwürdiges Phänomen zu sein, da doch das Geld nutzende Publikum in aller Welt nach dem stabilen Geld verlangt. Das Wundern dauert aber nicht lange. Wird Stabilophobie als ein Verhalten in Wettbewerbssituationen Zentralbanken, Banken, Unternehmen oder öffentlichen Haushalten zugeordnet, so ergibt sich die Sinnfälligkeit einer derartigen Furcht aus dem, harmlos Konkurrenz genannten, Finanzkrieg zwischen diesen Institutionen. Sie kämpfen um den Überschuss aus der in Produktionsprozessen stattfindenden Bewirtschaftung und der Beherrschung der Ressourcen Natur und Arbeit.

 

Das geschieht mit jeweils für jede dieser Institutionen typischen, aber grundsätzlich nicht friedlichen, sondern angreifenden und verteidigenden Mitteln oder Maßnahmen. So etwa unterwerfen Großbanken dominanter Finanzzentren den Finanzmarkt in wirtschaftlich weniger entwickelten Zonen oder wie nun heißt, aufstrebenden Märkten auf dem Planeten Erde ihrem Willen. Sie tun dies nicht selbst. Ihre Denkfabriken beraten die Regierungen. Dabei versorgen sie diese mit den seit Ricardos Zeiten an den Universitäten rostfrei gehaltenen Dogmen. Diese gipfeln in der Behauptung, dass die Völker der Welt mehr Tuch und mehr Wein haben, wenn sie zum Freihandel übergehen. Das Argument, dass China mehr Tuch und Wein haben würde als dies heute für die beiden und zigtausende andere Güter der Fall ist, wenn es frühzeitig zum Freihandel übergegangen wäre, hat allerdings wenig Überzeugungskraft.

 

Unter dem Segel freier Warenverkehr wird auch der freie Dienstleistungsverkehr gefordert. Manch einer in der Regierung denkt da an Tourismusunternehmen und so weiter und ist bereit, die Völker der Welt auf Mammutkonferenzen zusammenzurufen, um nationale Schutzwälle schleifen. Es geschieht, um der Entwicklung eine Gasse zu schlagen. Im Ergebnis aber unterwerfen Banken und Versicherungen, die die eigentlichen Dienstleister nach dem Verständnis des dominanten Angreifers sind, die in diesem Bereich noch völlig hilflose Konkurrenz in den „aufstrebenden Märkten“. Sie leiten dann die Überschüsse aus der Bewirtschaftung und Verwertung der Ressourcen, in von ihnen kontrollierten Produktionsprozessen in das dominante Finanzzentrum ab. Die bis dahin aus dem Überschuss lebende Oberschicht wird dann schnell als korrupt gebrandmarkt, weil sie nicht zinsgesteuert wirtschaftet, sondern zum Beispiel nach Stammesgesichtspunkten austariert über die Ressourcen herrscht.

Aus der Schlussbemerkung

Die Zukunft der wirtschaftlichen Bedeutung Deutschlands ist gefährdet wie selten zuvor. Die gelungene Ausschaltung der stabilophilen Geldpolitik der Deutschen Bundesbank und die durch das Stimmrecht in der Europäischen Zentralbank unmöglich gewordene Rückkehr zu dieser Voraussetzung für die Bereitschaft zu technischem Fortschritt sind der Grund dafür. Wenn es den Leitern der Banken im Finanzzentrum New York gefällt, dem europäischen Kontinent das GPS abzuschalten und die „Inder“ uns wegen unserer Verarmung nicht mehr beistehen, dann werden viele verhungern, weil sie nicht mehr den Weg zu ihrer Bäckerei finden.

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