Unser Geld, Prof. Dr. Hans-J. Stadermann, Berlin
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Unser Geld
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Was ist Geld?

Wer ein ökonomisches Lehrbuch befragt, was Geld ist, erfährt fast immer nur, was man mit ihm angeblich machen kann, nicht aber, was es ist. Die nach wie vor schönste Formulierung hierzu findet man bei R. G. Hawtrey: „Geld ist einer jener Begriffe, die, wie ein Teelöffel oder ein Regenschirm, jedoch anders als ein Erdbeben oder eine Butterblume, sich zunächst durch den Gebrauch oder den Zweck definieren lassen, dem sie dienen. Der Gebrauch des Geldes ist ein zweifacher: Es liefert ein Tauschmittel und einen Wertmaßstab.“ Das ist wirklich hübsch aber auch falsch. Kinder mögen Murmeln tauschen oder Briefmarken aus der DDR, In der Geldwirtschaft kommt Tausch nur selten vor. Geld tauscht man nicht, mit Geld kauft man Ressourcen und Güter.

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Geld ist ein Maß wie Meter oder Kilogramm
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Geld kann in vielen Formen auftreten. Es ist vor allem eine rein abstrakte Größe, ein Maß wie Meter oder Kilogramm. Ob eine Entfernung mit dem Zollstock, dem Bandmaß oder einem Lichtstrahl elektronisch gemessen wird, ist ohne Bedeutung. Der Zollstock, das Bandmaß und das elektronische Gerät sind nicht das Meter, sie messen oder skalieren es nur, indem sie Entfernung durch eine Reihe aneinandergefügter Einheiten ausdrücken. Genauso sind Münzen und Banknoten nicht Geld mit ihren körperlichen Eigenschaften, sondern mit oder durch die Zahl, die sie tragen. Diese bestimmt das Volumen der Schulden, für die es in die Zirkulation kam und die Kraft, mit der es Schulden tilgen kann.

Der Preis von einem Euro ist ein Euro, das heißt: 1 Euro/1 Euro liefert die Einheit. Die Einheit ist die 1.

Münze, Euro, Geldrückgabe Das Geld der Kreditlosen
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