Unser Geld, Prof. Dr. Hans-J. Stadermann, Berlin
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Unser Geld
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Nach Mexiko bald so? Foto HJS

 

Freihandel

TTIP ist tot, das Problem bleibt. In der Debatte um die zukünftigen Handels- und Investitionsbedingungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union wird unverändert darüber gestritten, ob der "Freihandel" die Wohlfahrt der daran teilnehmenden Nationen im Vergleich zum Protektionismus insgesamt und für alle besser fördert. Seltener wird darüber gesprochen, was unter freiem Güter- und Kapitalverkehr zu verstehen ist. Fast jeder Sachver-ständige wird Freihandel dem Protektionismus vorziehen. Was aber die wesentlichen Merkmale "freier" Wirtschaftsbe-ziehungen auf dem Globus sind, das ist zurecht umstritten, das relativiert die allgemeine Zustimmung der Fachwelt erheblich .

Freiwohnen? Foto HJS

 

Welche Freiheit?

In den Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg haben die Großbanken in New York mit dem Finanzministerium in Washington eine,  insbesondere durch den IWF, die Weltbank und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich geprägte Weltwirtschaftsordnung geschaffen und durch ein System von stützenden Organisationen gesichert. Sie alle haben keineswegs der Förderung von Wettbewerb unter den Mitgliedsländern gedient, der ja eine zentrale Bedin- gung des Freihandels ist. Sie dienten und dienen vielmehr dazu, die durch Staatsschulden permanent geschwächte USD-Währung der Vereinigten Staaten von Amerika zu stützen. 

IIhr dort oben, wir hier unten? Foto HJS

Freiheit als Albtralbtraum Foto HJS

 

Die amerikanische Leistungsbilanz

Freihandel in dem bestehenden institutionellen Rahmen  sichert den USA ein Leistungsbilanz-defizit und damit Überschüsse aus aller Welt. Institutionelle  Kapitalbilanz- Transaktionen, ausgelöst von der Welthungerhilfe, der Entwicklungshilfe, den Ziehungsrechten im IWF, den Beistandspflichten in Währungs-systemen usw. Sie besorgen nicht nur das Gleichgewicht in der US Zahlungsbilanz.

Es geschieht zu Lasten Dritter.

Der Text macht die Ursache deutlich: Es gibt eine komplexe Infrastruktur, die die genannten Institutionen mit der Geld- und Finanzpolitik in Washington und der Hochfinanz in New York verbindet. Sie erlaubt den US-Banken eine Kreditexpansion mit wertlosen Sicherheiten frei vom Wettbewerb. Statt getilgt, werden sie zum Beispiel nach den privile-gierten amerikanischen Interessen durch die Umwandlung von der Zentralbanken gehaltener Devisenbestände in im Zweifel wertlose IWF-Guthaben "aufgelöst", mit denen fällige zu noch nicht fälligen Forderungen bei wachsenden Schulden werden . Die Absicherung der untersicherten Ausleihungen der Wall-Street-Banken durch Dritte ist ein zentrales Element amerikanischen Freihandels.

Foto und Montage HJS

Der Freihandel Amerikas
Fassung 3.0.3 vom 19. 02. 2017, 128 S.
Der Freihandel Amerikas3.0.2 vom 19. 02.[...]
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Was ist los mit Griechenland?

Alle redeten vom GREXIT und von einem unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrott Griechenlands für den Fall, dass nicht weiteres Geld nach dem illiquiden und längst nicht mehr kreditfähigen Land ausgeliehen wird. Dass es zu diesem Thema still in den Medien ist, heißt nicht, dass das Land einer Lösung seiner Probleme näher gekommen sei. Es ist nur aus den Nachrichten verdrängt durch das Kriegsgeschehen im Nahen Osten. Der folgende Beitrag ist nach wie vor aktuell. Ich lasse ihn daher  bis auf den in [] gesetzten Zuastz ungeändert auf der Seite.

 Wie das Eine oder das Andere eintreten könnte, darüber besteht offenbar [immer noch] eine weitgehende Unkenntnis. Wie hat man sich diese beiden Ereignisse wohl vorzustellen. Die Möglichkeit zu einem Staatskonkurs existiert gar nicht. Das für zwischenstaatliche Schulden  notwendige internationale Konkursrecht gibt es nicht. Das bedeutet,  zwischenstaatliche oder internationale Schulden können nicht in einem Konkurs untergehen. Sie können nur durch Verhandlungen umgeschuldet oder vom Gläubiger abgeschrieben, also gestrichen werden.

Von der Sonne verwöht, von den Gläubigern gebeutelt
GREXIT oder GREEKZID Version 5.03
Datum 28. 07. 2015, 25. Seiten
Die Griechenlndpolitik hat sich in unlösbare Widersprüche verfangen. Sie fordert nach dem Motto "Not kennt kein Gebot" zu einer allgemeinen Missachtung von Ordnungen heraus. Sie kann aber auch durch den vorgesehenen Mitteleinsatz die Probleme des Landes nicht auflösen. Beides wirdkt zerstörend auf das Währungsystem.
GREXIT oder greekzid.docx
Microsoft Word-Dokument [1.6 MB]
GREXIT oder GREEKZID Version 5.03 vom 28. Juli 2015, 25 Seiten
Das Papier beschäftigt sich mit den Ursachen des möglich gewordenen GREXITS und dessen Folgen für das Eurosystem.
GREXIT oder greekzid.pdf
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Pikettys Gesetz befindet sich im Gegensatz zu seiner Behauptung im Widerspruch zur erlebbaren Wirtschaftswirklichkeit.. Die nicht harmoniernden Perioden, bleiben einfach unerwähnt..
Auf Buchformat gebracht, daher jetzt 60 S aber leichter zu lesen.
Alles Pinketty - Kopieletzte.pdf
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Im Jahr 2014 sind in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ungewöhnlich viele Bücher erschien, die eine breite Leserschar fanden. Thomas Pikettys Buch, „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ([2013] 2014) gehört, wenn nach der Auflagenhöhe oder nach dem Presseecho entschieden wird, zweifellos dazu. Es wird ausnahmslos als ungewöhnlich interessanter und bedeutender, fraglos lesenswerter Beitrag zur Wirtschaftswissenschaft beschrieben. Ein-hellig begeistert war vor allem die Resonanz in den Feuilletons der „bürgerlichen“ Presse. Das ist sicher ein erstaunlicher Erfolg für einen „sozialistischen“ Ökonomen. In der Verlagsankündigung auf dem Schutzumschlag des Buches gespiegelt, liest sich das so: Springers Welt sieht in dem Buch „Ein Werk von historischer Tiefe …“; die Süddeutsche Zeitung „Eine brillante Erzählung über Reichtum und Armut.“ Für die Frankfurter Allgemeine ist „Thomas Piketty [ … ] der Ökonom der Stunde.“ Auch das Handelsblatt findet, dass, „wer immer sich ernsthaft mit der Ungleichheit beschäftigt“, an Piketty nicht mehr vorbeikommt.

Der stabile Euro und seine Feinde

"Der stabile Euro und seine Feinde" wird im Juli 2014 bei Metropolis, Marburg erscheinen.

Die sogenannte Eurokrise wird darin als Etappe eines seit dem Ersten Weltkrieg zwischen  Kontinentaleuropa und den Finanzzentren London und New York tobenden Finanzkrieges beschrieben.

Soeben erschienen

ISBN 978-3-7316-1073-1

419 Seiten

29,80 Euro

 

 

Vorwort
Euros Feinde Vorwort.pdf
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Die Zukunft der wirtschaftlichen Bedeutung Deutschlands ist gefährdet wie selten zuvor. Die gelungene Ausschaltung der stabilophilen Geldpolitik der Deutschen Bundesbank und die durch das Stimmrecht in der Europäischen Zentralbank unmöglich gewordene Rückkehr zu dieser Voraussetzung für die Bereitschaft zu technischem Fortschritt sind der Grund dafür. Wenn es den Leitern der Banken im Finanzzentrum New York gefällt, dem europäischen Kontinent das GPS abzuschalten und die „Inder“ uns wegen unserer Verarmung nicht mehr beistehen, dann werden viele verhungern, weil sie nicht mehr den Weg zu ihrer Bäckerei finden.

Banken, die Marktmacher für Staatsschuldtitel hoch verschuldeter aber noch kreditfähiger Länder sind, haben einen Schlüssel zu öffentlichen Kassen. Nirgends "öffnet" er diese besser als in einem Gemeinschaftswährungssystem finanzpolitisch autonomer Staaten. Ein solches System ist das Eurosystem.

Siehe: Hartz IV für Großbanken

 

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